Szenenfolge

1. Der Neue stellt sich vor

Die Fußball AG hat Training bei Herrn König. Die Freunde Melle, Pia, Saskia, Tommy und Murat feuern sich gegenseitig an. Am Ende stellt Herr König den Schülern den neuen Mädchentrainer Max Siegemund vor. Der junge Referendar sieht cool aus, wie aus einer Boygroup, aber er ist auch sehr unsicher. Die frühreife Pia hat die Idee, ihn ein bisschen auf die Probe zu stellen.

2. Pia stellt den Neuen auf die Probe

Scheinbar nur in ein Handtuch gehüllt passt Pia den Neuen ab. Melle und Saskia beobachten kichernd das Geschehen. Unter dem Vorwand mit ihm über Fußball reden zu wollen, versperrt Pia dem verlegenen Referendar den Weg. Um ihn gänzlich aus der Fassung zu bringen, lässt sie ihr Handtuch fallen. Natürlich trägt sie darunter noch ein Bustier und eine Unterhose. Lachend feiern die Mädchen den gelungenen Streich. Pias Bluse ist nass und sie muss noch mit dem Fahrrad nach Hause radeln. Melle rät ihr, einfach im Bustier zu fahren. Schließlich trägt sie ja auch Bikini.Was ist da der Unterschied?

3. Pia kommt nicht zum Unterricht

Am nächsten Morgen warten die Freunde Tommy, Murat, Saskia und Melle vergeblich auf Pia. Melle macht sich Sorgen. Doch sie müssen sich beeilen, denn Herr König, der auch Melles Vater ist, hat einen Mathetest für die erste Stunde angesetzt. In der Pause beobachten die Freunde eine Polizistin. Herr König läuft ihr auf dem Schulhof entgegen. Saskia hegt sofort den Verdacht, dass das etwas mit Pia zu tun hat. Murat gelingt es, ein paar Informationen aufzuschnappen und er berichtet, dass etwas mit Pia passiert ist. Sie ist überfallen worden. Mehr hat er nicht gehört. Melle versucht sofort bei ihrer besten Freundin anzurufen, aber Pia geht nicht ans Telefon.

4. Zu Hause bei Melle

Melle drängt ihren Vater, ihr zu erzählen, was mit Pia passiert ist. Herr König versucht Melle vorsichtig beizubringen, dass Pia zwar noch im Krankenhaus liegt, es ihr aber gut geht. Da platzt ihr älterer Bruder damit heraus, dass Pia vergewaltigt wurde. Herr König entgegnet, dass das ein Gerücht sei. Max allerdings sagt, dass alle das wissen und dass das ja kein Wunder sei, denn Pia läge es ja auch darauf an.

5. Melle übt Solidarität

Am nächsten Morgen will Melle in einem sehr freizügigen Oberteil in die Schule gehen. Ihr Vater hält sie zurück und fragt sie, ob sich denn keine Gedanken machen würde, was sie bei einem anderen auslösen würde? Melle schließt aus seiner Frage, dass er offensichtlich auch so denken würde, wie alle anderen, nämlich, dass Pia selber schuld sei, dass sie angegriffen wurde. Herr König verneint das entschieden, aber spürt doch, dass seine Tochter nicht ganz unrecht hat.

6. Pia kommt zurück

Bevor Pia wieder in die Klasse kommt, versucht Herr König mit ihr zu reden, aber Pia ist sehr in sich gekehrt. Die Klasse starrt Pia unverhohlen an. Einige kichern. Auch Melle ist sehr verunsichert und weiß nicht, wie sie sich verhalten soll. Pia spürt das und zieht sich noch weiter in sich zurück. Herr König gibt der Klasse das Thema für die bevorstehende Projektwoche: Kleidung. Die Klasse soll herausfinden, was die Menschen in anderen Kulturen tragen und was ihre Eltern, Großeltern und Urgroßeltern getragen haben. Tommy fasst all seinen Mut zusammen und fragt Saskia, ob sie mit ihm eine Gruppe bilden würde. Saskia willigt ein. Auf dem Schulhof attackiert Melle Saskia, weil sie gelacht hat, als Pia in die Klasse kam. Saskia verteidigt sich. Ihr Streit wird heftiger. Saskia trifft schließlich den Nagel auf den Kopf. Melle fühlt sich schuldig, weil sie Pia geraten hat, nur in einem Bustier nach Hause zu fahren. Melle streitet das ab.

7. Saskias Geheimnis I

Saskia läuft wütend davon. Tommy folgt ihr und versucht sie zu beruhigen. Er schlägt vor, dass sie sich am Nachmittag am See treffen und über ihr Thema reden. Saskia will das nicht. Erst als Tommy ihr verspricht, dass er sie nicht bedrängen wird, sich im Bikini zu zeigen, willigt Saskia schließlich ein.

8. Was wirklich mit Pia geschah / Das Vorstellungsgespräch

Melle sitzt frustriert alleine zu Hause. Sie will ihrem Vater nicht sagen, was sie bedrückt. Max hat ein Vorstellungsgespräch für ein Praktikum und will, wie sein Vater findet, dort völlig unangemessen gekleidet hingehen. Später kommt Murat mit Neuigkeiten vorbei. Max Siegemund, der neue Referendar hat Pia mit seinem mutigen Eingreifen davor gerettet, vergewaltigt zu werden. Selber liegt er jedoch jetzt schwer verletzt im Krankenhaus. Max kommt frustriert zurück. Er hat den Praktikumsplatz nicht bekommen. Einsichtig, dass Kleidung vielleicht auch etwas über seine Einstellung verraten könnte, ist er jedoch auch nicht. Er will sich nicht verstellen. Pia sagt ihr Treffen ab. Melle ist verzweifelt, da sie nicht weiß, warum Pia sich ihr gegenüber so merkwürdig verhält.

9. Saskias Geheimnis II

Saskia und Tommy kommen in die Aula, wo sich alle Schüler umziehen. Saskia will das nicht. Tommy ergreift die Initiative und findet einen leeren Raum. Erleichtert und dankbar schlüpft Saskia hinein, während Tommy draußen Wache hält. Nach ein paar Minuten ist Tommy Neugierde jedoch zu groß. Leise steckt er seinen Kopf durch die Tür. Saskia hat ein großes rotes Muttermal auf Schulter und Rücken. Gerade als Tommy sich wieder zurückziehen will, entdeckt Saskia ihn. Sie ist wie erstarrt. Verlegen nähert sich ihr Tommy und hilft ihr, das komplizierte Kleid zu schließen. Saskia befürchtet, dass er ihr Muttermal eklig findet könnte, aber Tommy findet sie wunderschön.

10. Die Modenschau der Kulturen

Die Klasse zeigt in einer Modenschau, was sie über Kleidung anderer Kulturen und anderer Zeiten herausgefunden hat. Danach tragen die Schüler in einer offenen Diskussion ihre Resultate zusammen. Was eine Gesellschaft als freizügig erachtet, änderte sich im Laufe der Zeit und unterscheidet sich auch in den unterschiedlichen Kulturen.

11. Die Konfrontation

Melles traurige Bemerkung, dass das in unserer Gesellschaft, aber nicht zu klappen scheint, bringt Pia in die Defensive und sie verteidigt sich. Sie wüsste sehr wohl, was man über sie reden würde, aber sie hatte einen Pullover an und ist nicht, wie Melle ihr geraten hatte, nur im Bustier nach Hause geradelt. Die Klasse ist beschämt. Pia rennt nach draußen. Melle folgt ihr einen Moment später.

12. Versöhnung



Melle findet ihre Freundin beim Schulteich. Sie sagt ihrer Freundin, dass sie immer zu ihr gehalten hätte. Pia antwortet, dass sie das wüsste, aber sie würde sich schämen,denn in Wirklichkeit hätte sie gar keinen Pullover angehabt. Das hat sie nur gesagt, weil alle denken würden, dass sie selber Schuld sei. Leidenschaftlich versichert Melle ihrer Freundin, dass sie keinen Grund hätte, sich zu schämen, denn niemand hat das Recht jemanden aufgrund der Kleidung sexuell zu belästigen. Weinend liegen sich die Freundinnen im Arm.



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